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Checkliste für Käufer und Inhaber Anschlussfinanzierung: Gut vorbereitet ins nächste Kapitel

Läuft die Zinsbindung Ihrer Immobilie in den nächsten Monaten aus, steht eine wichtige Entscheidung an: Wie geht es mit Ihrer Finanzierung weiter? Mit der richtigen Vorbereitung sichern Sie sich attraktive Konditionen, behalten die Kontrolle über Ihre Kosten und vermeiden unnötige Verzögerungen. Diese Checkliste begleitet Sie Schritt für Schritt – von der ersten Bestandsaufnahme bis zur unterschriftsreifen Anschlussfinanzierung.

Rechtzeitig starten: Ihren Zeitplan festlegen

Viele Immobilienbesitzer unterschätzen, wie viel Vorlaufzeit eine Anschlussfinanzierung braucht. Wer zu spät beginnt, hat wenig Verhandlungsspielraum und läuft Gefahr, in teurere Konditionen zu rutschen. Starten Sie idealerweise zwölf bis achtzehn Monate vor Ablauf der Zinsbindung – dann haben Sie alle Optionen offen.

Mit einem klaren Zeitplan behalten Sie die Übersicht und können in Ruhe vergleichen, bevor die Entscheidung ansteht.

  • Prüfen Sie, wann Ihre aktuelle Zinsbindung ausläuft – das genaue Datum finden Sie in Ihrem Darlehensvertrag.

  • Notieren Sie sich das Datum zwölf bis achtzehn Monate vorher als Startpunkt für Ihre Anschlussfinanzierung.

  • Legen Sie fest, bis wann Sie eine Entscheidung treffen möchten – planen Sie mindestens vier bis sechs Wochen für Vergleiche und Beratung ein.

  • Prüfen Sie, wann Ihre aktuelle Bank ein Prolongationsangebot schickt und wann Sie darauf reagieren müssen.

  • Informieren Sie sich über den variablen Zinssatz bei Ihrer bisherigen Bank, falls sich der Abschluss verzögert.

Tipp
Mit einem Forward-Darlehen sichern Sie sich aktuelle Zinsen bereits bis zu fünf Jahre vor Ablauf Ihrer Zinsbindung. Das kann sich vor allem dann lohnen, wenn Sie steigende Zinsen erwarten.

Bestandsaufnahme: Ihre aktuelle Finanzierungssituation prüfen

Bevor Sie Angebote einholen, lohnt sich ein genauer Blick auf Ihre heutige Situation. Wie hoch ist Ihre Restschuld am Ende der Zinsbindung? Hat sich Ihr Einkommen verändert? Ist der Wert Ihrer Immobilie gestiegen? Diese Informationen beeinflussen, welche Konditionen Sie erhalten und welche Tilgungsrate für Sie sinnvoll ist.

  • Ermitteln Sie Ihre aktuelle Restschuld aus dem letzten Kontoauszug oder Ihrer Jahresabrechnung.

  • Schätzen Sie den aktuellen Marktwert Ihrer Immobilie – ein gestiegener Wert kann Ihren Beleihungsauslauf und damit Ihre Konditionen verbessern.

  • Prüfen Sie, ob sich Ihre Einkommenssituation seit dem Erstabschluss verändert hat.

  • Überlegen Sie, ob Sie bei der Anschlussfinanzierung eine höhere Tilgung einplanen möchten, um die Laufzeit zu verkürzen.

  • Vermieter und Kapitalanleger: Stellen Sie Ihre aktuellen Mieteinnahmen zusammen und prüfen Sie, ob die Finanzierung weiterhin rentabel ist.

  • Prüfen Sie, ob Sie ein Sondertilgungsrecht haben und dieses vor der Anschlussfinanzierung nutzen möchten. Am Zinsbindungsende sind zudem Teilrückzahlungen möglich, die den Betrag für ein neues Darlehen weiter reduzieren können.

Gut zu wissen: Beleihungsauslauf als Hebel
Je niedriger Ihre Restschuld im Verhältnis zum aktuellen Immobilienwert ist, desto besser sind Ihre Zinskonditionen. Hat Ihre Immobilie an Wert gewonnen, lohnt es sich, ein aktuelles Wertgutachten einzuholen – das stärkt Ihre Verhandlungsposition erheblich.

Unterlagen zusammenstellen

Eine vollständige Unterlagenmappe beschleunigt den gesamten Prozess und signalisiert Finanzierungspartnern Verlässlichkeit. Viele der benötigten Dokumente haben Sie bereits vorliegen oder können sie schnell anfordern. Stellen Sie alles frühzeitig zusammen, damit keine Verzögerungen entstehen.

  • Legen Sie Ihren bestehenden Darlehensvertrag mit allen Nachträgen bereit.

  • Bereiten Sie aktuelle Einkommensnachweise vor: die letzten drei Gehaltsabrechnungen oder, bei Selbstständigen, die letzten zwei Steuerbescheide.

  • Stellen Sie aktuelle Kontoauszüge der letzten drei Monate zusammen.

  • Bereiten Sie die aktuellen Grundbuchauszüge Ihrer Immobilie vor – in der Regel nicht älter als drei Monate.

  • Vermieter: Legen Sie aktuelle Mietverträge und Belege über Mieteinnahmen vor.

  • Sammeln Sie alle Nachweise über bestehende weitere Verbindlichkeiten, wie andere Kredite oder Leasingverträge.

  • Halten Sie einen aktuellen Personalausweis oder Reisepass griffbereit.

Tipp
Scannen Sie alle Unterlagen vorab ein und speichern Sie sie geordnet in einem Ordner. Das spart Zeit, wenn mehrere Anbieter dieselben Dokumente anfordern.

Ihre Optionen vergleichen: Prolongation oder Umschuldung

Beim Auslaufen der Zinsbindung haben Sie drei grundsätzliche Möglichkeiten: Sie zahlen das Darlehen vollständig aus Eigenmitteln zurück, Sie verlängern den Vertrag mit Ihrer bisherigen Bank (Prolongation) oder wechseln zu einem neuen Anbieter (Umschuldung). Beide Wege zur Weiterfinanzierung haben Vor- und Nachteile. Ein Vergleich lohnt sich in jedem Fall – selbst wenn Sie letztlich bei Ihrer Bank bleiben.

Das Baufinanzierungs-Team der TARGOBANK unterstützt Sie dabei, Angebote der OLB einzuordnen und eine Lösung zu finden, die wirklich zu Ihrer Situation passt.

  • Holen Sie das Prolongationsangebot Ihrer aktuellen Bank ein und lesen Sie es sorgfältig durch.

  • Vergleichen Sie das Angebot Ihrer Bank mit mindestens zwei weiteren Angeboten am Markt.

  • Berücksichtigen Sie bei einem Bankwechsel mögliche Kosten für die Grundschuldabtretung oder Notar.

  • Prüfen Sie, ob ein Forward-Darlehen sinnvoll ist – zum Beispiel bei erwarteten Zinsanstiegen in den nächsten Jahren.

  • Berücksichtigen Sie Ihre persönliche Risikobereitschaft: Wollen Sie langfristige Planungssicherheit oder nehmen Sie ein gewisses Zinsrisiko in Kauf?

  • Sprechen Sie eine persönliche Beratung an, wenn Sie unsicher sind – die TARGOBANK Baufinanzierungs-Experten sind an Ihrer Seite.

Achtung
Reagieren Sie nicht vorschnell auf das erste Angebot Ihrer bisherigen Bank. Viele Häuser senden Prolongationsangebote zu Konditionen, die nicht zwingend die günstigsten am Markt sind. Ein Vergleich kann Ihnen über die gesamte Laufzeit mehrere tausend Euro sparen.

Konditionen prüfen und Zinsbindung festlegen

Der Zinssatz ist nicht das einzige Kriterium bei der Anschlussfinanzierung. Auch die Länge der Zinsbindung, die Tilgungsrate und Sonderkonditionen wie Sondertilgungsrechte spielen eine wichtige Rolle. Eine längere Zinsbindung schützt Sie vor Zinsschwankungen und gibt Ihnen verlässliche Planungssicherheit.

  • Vergleichen Sie den effektiven Jahreszins verschiedener Angebote – nicht nur den Sollzins.

  • Entscheiden Sie sich für eine Zinsbindungsdauer, die zu Ihrem Planungshorizont passt: 5, 10, 15 oder bis zu 20 Jahre.

  • Prüfen Sie, ob Sondertilgungsrechte im Angebot enthalten sind – diese geben Ihnen Flexibilität bei unerwarteten Einkünften.

  • Kalkulieren Sie die monatliche Rate auf Basis Ihres realen Haushaltsbudgets – mit ausreichend Puffer für unvorhergesehene Ausgaben.

  • Kapitalanleger: Prüfen Sie, wie sich die neue Rate auf Ihre Renditeberechnung auswirkt und ob die Finanzierung weiterhin wirtschaftlich ist.

  • Fragen Sie gezielt nach versteckten Kosten: Bereitstellungszinsen, Bearbeitungsgebühren oder Vorfälligkeitsentschädigungen im neuen Vertrag.

Planungssicherheit mit langer Zinsbindung
Mit einer Zinsbindung von bis zu 20 Jahren wissen Sie heute schon, was Ihre Finanzierung in den nächsten zwei Jahrzehnten kostet. Gerade in einem unsicheren Zinsumfeld gibt das echten Handlungsspielraum – für Ihr Leben, Ihre Familie und Ihre weiteren Pläne.

Letzter Schritt: Anschlussfinanzierung abschließen

Haben Sie das passende Angebot gefunden, folgen die letzten formalen Schritte. Das klingt nach Aufwand – ist es aber nicht zwingend. Die übernehmende Bank kümmert sich um alle Formalitäten und sorgt dafür, dass der Übergang reibungslos gelingt. Sie müssen sich nicht um jeden Schritt selbst kümmern.

  • Bestätigen Sie Ihre Entscheidung für einen Anbieter schriftlich und fordern Sie alle Vertragsunterlagen an.

  • Lesen Sie den Darlehensvertrag vollständig durch – insbesondere Laufzeit, Tilgungsplan, Sonderkonditionen und Kündigungsrechte.

  • Klären Sie mit dem neuen Anbieter, wie die Grundschuldabtretung von Ihrer bisherigen Bank abgewickelt wird.

  • Informieren Sie Ihre bisherige Bank rechtzeitig und kündigen Sie den alten Darlehensvertrag, damit keine Lücke zwischen alter und neuer Finanzierung entsteht.

  • Unterschreiben Sie den Vertrag und bestätigen Sie alle notwendigen Unterlagen fristgerecht.

  • Legen Sie alle neuen Vertragsunterlagen geordnet ab – am besten digital und in Papierform.

  • Notieren Sie das neue Datum des Zinsbindungsendes und starten Sie rechtzeitig wieder in die nächste Planung.

Fazit: Gut vorbereitet, entspannt abschließen

Eine Anschlussfinanzierung muss kein kompliziertes Unterfangen sein. Wer frühzeitig plant, seine Unterlagen zusammenstellt und Angebote gezielt vergleicht, sichert sich die besten Konditionen – und damit echte Planungssicherheit für die nächsten Jahre. Mit dem TARGOBANK Baufinanzierungs-Team an Ihrer Seite gehen Sie diesen Schritt nicht alleine. Wir kümmern uns Ihre Anschlussfinanzierung bis zur Vertragsunterschrift, damit Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können.

Bei unserem exklusiven Baufinanzierungspartner, der Oldenburgischen Landesbank (OLB), haben wir Zugang zu attraktiven Konditionen, die wir Ihnen gerne vermitteln. Im Falle eines Abschlusses ist daher die OLB Ihr Vertragspartner. Den genauen Leistungsumfang entnehmen Sie bitte den Finanzierungsbedingungen der OLB.

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