Krieg in der Ukraine

Sie haben Fragen zu den Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und den Russland-Sanktionen auf Ihre Finanzen? Die wichtigsten Fragen beantworten wir im Folgenden.

Häufig gestellte Fragen

Ist mein Geld in der aktuellen Situation bei der TARGOBANK noch sicher?

Ihr Geld ist bei uns in sicheren Händen und durch die gesetzliche und freiwillige Einlagensicherung doppelt abgesichert: Durch die gesetzliche Einlagensicherung sind bis zu 100.000 Euro pro Person geschützt. Zusätzlich sind wir dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. angeschlossen. Über diese ergänzende freiwillige Einlagensicherung sind die Einlagen jedes einzelnen Kunden noch einmal zusätzlich abgesichert. Wertpapiere sind als Sondervermögen besonders geschützt.

Man hört aktuell viel zu dem Ausschluss russischer Banken aus dem Zahlungssystem SWIFT. Ist es noch möglich, Geld nach Russland zu überweisen?

Ja, das ist möglich, solange die Person, das Unternehmen oder die Bank nicht auf einer EU- oder US-Sanktionsliste steht. Die Situation ist allerdings sehr dynamisch. Wir prüfen laufend die geltenden Vorgaben und passen unsere Regelungen im Zahlungsverkehr entsprechend an.

Welche Auswirkungen haben die Sanktionen insgesamt auf den Kapital- und Zahlungsverkehr mit dem Ausland?

Sanktionierte ausländische Banken sind vom Zahlungsverkehr der TARGOBANK ausgeschlossen. Ein- und ausgehende Zahlungen von und auf Konten sind bei diesen Banken nicht möglich.

Ich möchte Verwandte und Freunde in der Ukraine finanziell unterstützen. Was kostet eine Auslandsüberweisung in die Ukraine?

Überweisungen in die Ukraine sind für die Kundschaft der TARGOBANK aktuell kostenlos. Das gilt übrigens auch für Überweisungen nach Moldawien. Wir erstatten die anfallenden Gebühren automatisch auf Ihr Konto zurück.

Häufige Fragen zum Thema Wertpapiere

Welche Auswirkungen haben die Sanktionen auf meine Geldanlage in Wertpapiere und auf meine Wertpapiergeschäfte?

Im Wertpapiergeschäft sind Internationale Wertpapierkennnummern (ISIN), die von Sanktionen betroffen sind, für Transaktionen in unseren Systemen gesperrt. Die Liste der sanktionierten ISINs wird von unserem Dienstleister WM Gruppe bereitgestellt und regelmäßig aktualisiert. Ebenfalls gesperrt sind ISINs, die auf der Liste unserer Wertpapierabwicklungsstelle Clearstream als gesperrt geführt werden.

Welche Auswirkungen haben Börsenturbulenzen auf meinen Wertpapier-Sparplan?

Die aktuellen Entwicklungen haben Einfluss auf den Anteil der bei der Ausführung des Sparplans erworbenen Anteile. Bei niedrigen Kursen erwerben Anlegerinnen und Anleger viele Wertpapiere und bei hohen weniger. Die Rendite des Wertpapier-Sparplans hängt dabei von der Kursentwicklung ab. Ein großer Vorteil des Sparplans ist, dass Anlegerinnen und Anlegern die Entscheidung über den Investmentzeitpunkt abgenommen wird. Mit dieser passiven Entscheidungshaltung handeln Anlegerinnen und Anleger konsequent antizyklisch.

Werden Zinsen aus Russland weiterhin bezahlt?

Nein, denn die Sanktionen betreffen alle Zahlungsströme aus Russland. Zur Verteidigung der eigenen Währung hat die russische Zentralbank seit Anfang März Überweisungen an ausländische Investoren verboten. Nach Medien-Informationen soll der Zahlungsstopp an Ausländer ein halbes Jahr dauern.

Welchen Einfluss hat die Ukraine-Krise auf die zukünftige Zinsentwicklung?

Die Ukraine-Krise hat die Rohstoffpreise stark steigen lassen. Das bedeutet, dass die Inflationsraten nicht wie prognostiziert sinken, sondern vorerst weiter steigen. Das spricht für höhere Zinsen. Doch der zunehmende Preisdruck dämpft gleichzeitig die Kaufkraft der Konsumenten. Wenn die Krise länger andauert und die Inflation hoch bleibt, ist daher mit dämpfenden Effekten für das Wachstum zu rechnen. Nach Einschätzung unseres Chefvolkswirten ist – Stand heute – die Wahrscheinlichkeit für leicht steigende Zinsen in den nächsten zwölf Monaten höher als für fallende.